Psycho­the­rapie bei Sozialphobie

Angst und Sozialphobie

Die Sozi­al­phobie verur­sacht Angst­zu­stände, bei denen man glaubt, dass alle mögli­chen Leute schlecht über einen denken, oder einen nicht mögen. Dadurch beginnt man den Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden.

Die Kommu­ni­ka­tion wird immer schwerer, kostet viel Über­win­dung, oft begleitet von Übel­keit und Angst.

Symptome von Sozialphobie

Bei einer Sozi­al­phobie hat man große Angst im Zentrum der Aufmerk­sam­keit zu stehen, oder sich pein­lich zu verhalten. Dadurch kommt es zur Vermei­dung solcher Situa­tionen – man zieht sich zurück.

  • Beim Essen in Gesellschaft
  • Beim Spre­chen in der Öffentlichkeit
  • Bei Begeg­nungen von Bekannten oder Freunden in der Öffentlichkeit
  • Man hat Kommu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme (z.B. in der Gruppe, bei Treffen …)
  • Man hat Angst zu Erröten, zu Zittern, zu Schwitzen …
  • Man hat Angst in der Arbeit, sich zu blamieren, etwas schlecht zu machen …
  • Man hat Angst davor zu telefonieren

Symptome einer Panik­stö­rung können auftreten. Das Leben wird sehr eingeschränkt!

Die Symptome sind auf die gefürch­teten Situa­tionen einge­schränkt. Es kommt zu einer extremen Kontakt­ein­schrän­kung. Meist verläßt man das zu Hause nur mehr, wenn es unbe­dingt nötig ist.

Ursa­chen

Risi­ko­fak­toren von Sozialphobie

  • Schüch­tern­heit (ange­boren)
  • Zurück­ge­zo­gener Lebens­stil der Eltern
  • Sozi­al­phobie der Eltern
  • Zu behü­teter Umgang der Eltern
  • Vermehrte Kontrolle – wenig emotio­nale Zuwendung
  • Wenn das Kind soziale Rück­zugs­ten­denzen hat (Abkap­se­lung)

Belas­tende Lebensereignisse

  • Schei­dungen
  • Psychi­sche Störungen in der Familie oder im Bekanntenkreis
  • Zerrüt­tete Familienverhältnisse
  • Ehekrisen
  • Fami­liäre Konflikte

Die meisten Betrof­fenen sind schüch­tern und haben eine sehr schlechte Meinung über sich selbst (halten sich für inkom­pe­tent oder für einen Versager).

Sie legen viel Wert auf die Beur­tei­lung durch Andere und auf gesell­schaft­liche Normen. Oft haben sie perfek­tio­nis­ti­sche Ansprüche an das eigene Verhalten.

Ablauf der Psychotherapie

Zu Beginn wird das Problem und seine mögliche Entste­hung genau bespro­chen und analy­siert. Die Betrof­fenen lernen sich selbst aus einem anderen Blick­winkel kennen.

Sie lernen sich selbst wieder posi­titv zu sehen und auf ihre Stärken zu achten.

Im weiteren Verlauf der Therapie lernen die Betrof­fenen einen neuen Umgang mit Situa­tionen, die sie früher vermieden haben. Dadurch entsteht wieder das Vertrauen Situa­tionen mit anderen Menschen zu schaffen und die Angst verschwindet langsam.
Das geschieht natür­lich am Anfang mit Unter­stüt­zung des Therapeuten.

Je mehr Vertrauen die Betrof­fenen wieder in ihre Fähig­keiten bekommen, desto mehr Situa­tionen werden gut bewäl­tigt und das Selbst­ver­trauen wächst, bis soziale Situa­tionen wieder zur alltäg­li­chen Norma­lität gehören.

Ziele und Möglich­keiten der Psychotherapie

Der Betrof­fene kann alle sozialen Situa­tionen die für sein Leben wichtig sind alleine bewäl­tigen, ohne dass es im Vorfeld zu Befürch­tungen kommt.

Man hat wieder genug Selbst­be­wusst­sein um mit den übli­chen Schwie­rig­keiten, die im Kontakt mit anderen Menschen auftreten können, fertig zu werden. Auch ist es wieder möglich Arbeiten auszu­üben, bei denen man mit vielen Menschen Kontakt hat bzw. Kontakt haben muss.

Das heißt es gibt keine Einschrän­kungen mehr im Bezug auf den Arbeits­platz. Auch im Hinblick auf eine Bezie­hung gibt es keine Probleme mehr Kontakte zu knüpfen, das Bezie­hungs­leben aktiv mitzu­ge­stalten, und klei­nere Krisen gut zu überstehen.

Selbst­test Sozialphobie

  • Haben Sie Angst in sozialen Situationen?
  • Haben Sie Angst, dass Andere Sie negativ bewerten?
  • Haben Sie Angst davor in der Öffent­lich­keit zu essen?
  • Haben Sie Angst in der Öffent­lich­keit zu sprechen?
  • Haben Sie Angst sich mit Personen des anderen Geschlechts zu treffen?
  • Haben Sie Angst vor öffent­li­chem Erbrechen?
  • Vermeiden Sie die Situa­tionen die ihnen Angst machen?
  • Haben Sie in sozialen Situa­tionen Beschwerden wie z.B.
    Erröten
    Händezittern
    Übelkeit
    Stottern
  • oder Angst diese Symptome zu bekommen?

Wenn Sie 2 oder mehr Fragen mit „ja“ beant­worten können, haben Sie wahr­schein­lich eine Panikstörung.

In diesem Fall kann Psycho­the­rapie Ihnen helfen!

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